Vom Staat gehasst: Homophobie in Russland

Wir sind ein russisch-deutsches lesbisches Paar. Gefunden haben wir uns in Russland – ein Teil unserer Heimat. Doch für Homosexuelle wird das Leben dort mit jedem Monat schwieriger. Homosexuelle werden von den Mitmenschen verachtet, von der Polizei nicht geschützt und von Radikalen gejagt. So ist das Leben für Schwule und Lesben in Russland geprägt von Ausgrenzung, Diskriminierung und Schutzlosigkeit. Die Geschichte von Sascha und Christina, die von ihren Erlebnissen in Russland erzählen.

Homosexuelle werden verfolgt, verletzt und ausgegrenzt

Wir sind lesbisch und wohnen in Dresden. Kennengelernt haben wir uns vor knapp 4 Jahren. Christina ist als Freiwillige nach Russland gegangen und hat dort Sascha kennengelernt. Sascha ist in Russland geboren. Gemeinsam verbrachten wir 2 Jahre in Sankt Petersburg, in denen sich die Situation für Homosexuelle verändert hat.

Anfangs war nicht klar, in welchem Land wir weiterleben wollten. Es folgten Gesetze, welche die Rechte Homosexueller in Russland deutlich einschränkten. Die staatlich angeheizte Homophobie bekamen wir am eigenen Leib zu spüren. Wir konnten und wollten uns nicht damit zu Frieden geben, mundtot gemacht zu werden.

Freies Leben in Deutschland

In diesem Land konnten wir nicht bleiben. Es ist nicht möglich, eine Familie zu gründen und in Frieden zu leben. Die Angst unter Homosexuellen im eigenen Land vor der Staatlichkeit wächst: Händchenhalten ist mittlerweile eine Straftat und für eine Regenbogenflagge wird Bußgeld fällig.

Uns hat diese Angst in ein anderes Land gebracht. Heute beobachten wir die Entwicklungen in Russland mit großer Sorge. Angst haben wir in Deutschland keine mehr.

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  • Eines unserer wichtigsten Anliegen ist es Menschen zu verbinden und mehr Toleranz im Umgang miteinander zu fördern. Deshalb hast du hier die Möglichkeit Christina und Sascha zu kontaktieren.

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