Weg in ein neues Leben

Meine Eltern sind Zeugen Jehovas und zogen mich in ihrem Glauben auf. So verbrachte ich meine Kindheit und Jugend in einer Welt voller Regeln und Grenzen. Was ich als Individuum fühlte und dachte spielte eine untergeordnete Rolle. 20 Jahre lang besuchte ich die vielen Treffen, ging in den Haus zu Haus-Dienst und war Teil dieser Gemeinschaft. Dann verliebte ich mich in jemanden, der kein Zeuge Jehovas war und stand ich vor der schwierigsten Entscheidung in meinem bisherigen Leben. Wer sich von der Organisation der Zeugen Jehovas ausschließen lässt, muss damit rechnen, dass die anderen Mitglieder den Kontakt abbrechen. Entschied ich mich also für ein selbstbestimmtes Leben, würde ich gleichzeitig meine Freunde und meine Eltern verlieren. Damals überwog der Wunsch nach Freiheit und ich verließ mein bisheriges Leben.

Von Vertrauten allein gelassen

Was danach folgte war hart. Menschen, die mir vorher sehr nahe standen, schauten mich bei zufälligen Begegnungen traurig an, wechselten aber von nun an nicht einmal mehr einen Gruß. Es folgte eine Zeit in der ich nur bei Regen die Wohnung verließ, um diesen Blicken zu entgehen. Letztendlich führte nur ein Umzug in eine andere Stadt dazu, mich wieder unbeschwert bewegen zu können. Rückblickend bin ich sehr glücklich mich damals so entschieden zu haben. Nun genieße ich die Freiheit selbst über mein Leben bestimmen zu können und bin sehr dankbar über neue Freunde, die für mich da sind, unabhängig davon welche Entscheidungen ich treffe.

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